Leni

Leni, Luigi und Eddi hatten viel Spaß an der Würm!


 

Hallo ihr Lieben,

 

ich wollte mich mal wieder melden und berichten, wie es mir in meinem neuen Zuhause ergeht.

 

Eigentlich finde ich es hier ganz toll. Ich habe liebe Zweibeiner gefunden, die täglich mit mir spazieren gehen. Am liebsten würde ich ja immer noch viel weiter gehen, aber sie sagen, irgendwann sei genug. Zumal meine neue Freundin Fiffy nicht mehr so lange laufen kann wie ich. Die ist eben ein bisschen faul. Sie ist auch recht zickig, und manchmal ist sie ein bisschen gemein zu mir, und ich verstehe gar nicht warum. Aber eigentlich verstehen wir uns sehr gut und sind echt ein tolles Team, nur spielen will sie leider gar nicht mit mir – das ist schade.

 

Dafür hab ich inzwischen meine Menschen soweit bekommen, dass sie auf Spaziergängen mit mir spielen. Am liebsten trage ich Stöcke mit mir rum. Ich verstehe zwar den Sinn nicht, habe das aber bei einem befreundeten Hund gesehen und eigentlich macht es echt Spaß.

 

Jetzt im Winter ist mir oft kalt. Ich bekomme zwar einen Pulli und noch eine dicke Winterjacke angezogen, aber es ist trotzdem kalt. Wobei ich deswegen nicht aufs Spazierengehen verzichten würde. Nur danach friere ich immer, aber auch hier sind die Menschen lernfähig. Sie decken mich dann immer zu, und ich passe auch gut auf, dass ich meine Schmusedecke beim Laufen, Sitzen, Schlafen usw. nicht verliere, und sie den ganzen Tag mit mir herumtrage.

 

Was ich nicht so gerne trage sind meine Schuhe. Aber die Dosenöffner haben schon Recht. Ohne Schuhe fangen meine Krallen an zu bluten. Ich selbst spüre davon nicht viel, aber gut ist das natürlich nicht. Mit meinen Hinterfüßen ist das eh so ne Sache. Die wollen einfach oft nicht so wie ich. So viel Gefühl habe ich darin nicht, aber Hauptsache sie tragen mich über die Wiesen, über die ich am liebsten ohne Leine renne. Die Zweibeiner fangen dann immer alle an zu schmunzeln und sagen, ich renne wie eine Gazelle.

 

Zum Fressen bekomme ich definitiv viel zu wenig J. Da bin ich immer total empört. Nur dreimal am Tag nen Napf voll. Wenn ich ihnen nicht beigebracht hätte, mir meinen geliebten Futterball mehrmals am Tag zu füllen (ich LIEBE dieses Teil), oder mir Kausachen zu geben – nicht auszudenken.

 

Was sie auch dringend lernen mussten, sind meine Toiletten-Gewohnheiten. MICH stört es ja nicht, wenn ich in die Wohnung mache, aber da sie das nicht wollen, müssen sie sich da eben nach mir richten. Und das bedeutet morgens, wenn ich aufstehe, alles fallen- und liegenlassen und sofort mit mir rausgehen. Zumal ich eh alle drei bis vier Stunden raus möchte. Die sind aber heimtückisch meine Menschen: Wenn sie arbeiten gehen, muss ich so ein Ding namens Windel anziehen – mein Gott, sieht das blöd aus.

 

Wenn sie gehen, ist das so ein Thema. Das hasse ich, ich will nicht, dass sie gehen und werde dann richtig hektisch. Zum Glück habe ich Fiffy, das macht es etwas erträglicher und inzwischen weiß ich, dass sie immer wiederkommen. Aber wieso sie überhaupt gehen.. tztz. Wenn sie mir wenigstens jemand anderen rund um die Uhr schicken würden, mir egal wen, ich mag nämlich alle Menschen unheimlich und schmuse sooo gerne und alle mögen mich – wen wundert‘s?

 

Zum Tierarzt gehe ich nicht so gerne, aber Frauchen sagt, das muss ab und zu sein. Der Mann ist sehr nett, und ich lasse eben alles über mich ergehen. Immerhin sagt er dann,  wie lieb ich doch bin.

 

Daheim habe ich zwei Hundebetten. Gut, geben tut es sechs. Aber wieso sollte ich alle benutzen? Ich mag eben die beiden am liebsten, und meine Menschen haben sich da eben nach mir zu richten. Inzwischen habe ich auch mal das große Hundebett probiert, in dem meine Dosenöffner schlafen – hey, das ist ja bequem. Aber eigentlich ist es mir egal wo ich schlafe, Hauptsache zugedeckt.

 

An meine ehemalige Freundin Ambra denke ich manchmal, aber vermissen tu ich sie nicht. Ich habe ja Fiffy und meine Menschen. Und außerdem gehen wir gerade immer mit einem neuen Spielkamerad Gassi, der bald zu uns zieht. Der sieht zwar nichts mehr, aber der ist trotzdem toll, und der spielt sogar mit mir – ich freue mich schon unheimlich auf ihn.

 

Wie ihr seht, geht mir sehr gut hier. Ihr habt mein neues Heim ganz gut ausgesucht. Ich schicke euch ganz liebe Grüße, auch von meiner Familie. Eure Leni